Stadtumbau in Hessen

Das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau in Hessen“ wurde 2015 neu aufgelegt. Ziel des Programms ist die Anpassung der Städte und Gemeinden an die baulichen, infrastrukturellen und klimatischen Herausforderungen von heute und morgen.

Stand zunächst die bauliche Anpassung der Stadt- und Siedlungsstrukturen sowie der Gebäude und Infrastrukturen an die durch den demographischen und den wirtschaftsstrukturellen Wandel hervorgerufenen Veränderungen im Fokus des Stadtumbaus, so wird aktuell der Bedeutung des Klimawandels Rechnung getragen. So wurden die bisherigen Schwerpunkte um die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung sowie „grüne und blaue Infrastruktur“ ergänzt.

Die Stadt Rodgau wurde 2017 vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in das Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ aufgenommen.

Während des zehnjährigen Förderzeitraums soll die Stadt Rodgau u. a. in die Lage versetzt werden, im Bereich zwischen Rodau und Rodgausee städtebauliche Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen und sich auf die Folgen des Klimawandels vor Ort einzustellen. Bei der Anpassung der Stadt- und Siedlungsstrukturen spielen Wasser- und Grünflächen, die sogenannte grüne und blaue Infrastruktur, für die Kühlung von Quartieren und die Versickerung von Niederschlägen, aber auch für die Steigerung der Lebensqualität eine wichtige Rolle.

 



Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept

Als Grundlage für die Umsetzung von Maßnahmen im Fördergebiet wird zurzeit ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) von der NH ProjektStadt aufgestellt. Das ISEK dient als Arbeitsgrundlage für die Entwicklung des Gebietes für die nächsten zehn Jahre.

Die Handlungsfelder

  • Demographischer Wandel
  • Wirtschaftsstruktureller Wandel
  • Klimaanpassung
  • Klimaschutz
  • Grüne und blaue Infrastruktur

wurden analysiert und ausgewertet. Schließlich werden Entwicklungsziele formuliert und Projekte zur Zielerreichung erarbeitet.

 

Das Stadtumbaumanagement

Das Stadtumbaumanagement steuert den komplexen Prozess des Stadtumbaus. Die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG (DSK) aus Wiesbaden wurde mit dem Stadtumbaumanagement beauftragt und ist die Schnittstelle zwischen allen beteiligten Akteuren. Ebenso gehören zu ihren Aufgaben:

  • Umsetzung und Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes
  • Prozesssteuerung
  • Bürger- und Akteursbeteiligung
  • Mitwirkung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Vorbereitung und Leitung der Sitzungen der Lokalen Partnerschaft
  • Erstellung von Anträgen zur Bewilligung von Fördermitteln
  • Allgemeine Abstimmung mit dem Fördergeber (WIBank bzw. Ministerium)
  • Treuhänderische und finanzwirtschaftliche Betreuung

Bei Fragen können Sie sich jederzeit an uns wenden.

 

Die Lokale Partnerschaft

Der Einbezug aller wesentlichen öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure vor Ort ist ein wichtiger Programmschwerpunkt. Am 25. Mai 2018 wurde zur Steuerung der Gebietsentwicklung die sogenannte „Lokale Partnerschaft“ eingerichtet. Die Mitglieder setzen sich aus Vertreter/innen der politischen Fraktionen, interessierten Bürger/innen sowie Interessenvertreter/innen aus Vereinen, Verbänden und Institutionen zusammen, die für die Entwicklung des Fördergebietes relevant sind.

Die Gruppe kommt regelmäßig oder bei Bedarf zusammen und wirkt am Stadtumbauprozess beratend und initiierend mit.

Top